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MikroTik RouterOS mit ZTE MF833U1 – geht das?

Klares: Ja. Problemlos.

Kürzlich bestellte ich mir als Test und aus Neugier den ZTE MF833U1 über Amazon. (Affiliate-Link) Dieser war in der Kompatibilitätsliste von MikroTik nicht aufgeführt, versprach jedoch aufgrund seiner Eigenschaft als RNDIS-kompatibler „config-less LTE dongle“ schlicht trotzdem zu funktionieren. Probieren ging hier über studieren.

Tatsächlich funktionierte der USB-Stick absolut problemlos und ohne weitere Konfigurationsmaßnahmen, in RouterOS erschien das Interface „lte1“ und konnte nach Einrichtung eines NAT (Masquerading) problemlos genutzt werden.

In der Kompatibilitätsliste hat der MikroTik-Support unterdes den MF833U1 nachgetragen. Dazu erstellte ich lediglich ein Support-Ticket und lieferte eine support.rif-Datei als Nachweis.

Mit einer eingesteckten microSD-Karte ist auch diese parallel zum Modem nutzbar, zum Beispiel für Logs oder Backups des MikroTik-Gerätes.

MikroTik RouterOS mit D-Link DWM-222 – geht das?

Laut MikroTik Kompatibilitätsliste schon. In der Realität ist es etwas komplizierter.

Der DWM-222 ist bereits ein etwas in die Jahre gekommener LTE-USB-Stick, der aber in unterschiedlichen Hardware-Revisionen existiert und auch noch mit Updates versorgt wird und aktuelle Treiberstandards unterstützt.

Da er in der Kompatibilitätsliste von MikroTik also aufgeführt war und ich einen auf eBay vergleichsweise günstig bestellen konnte, tat ich das. Das gelieferte Produkt war nagelneu und versiegelt, aber insbesondere an Aufklebern und dem Design der Verpackung kann man vermuten, dass es schon ein paar Jahre Lagerzeit hinter sich hat.

Ausgeliefert wurde der Stick mit der Firmware 2.1.2EU, welche auch auf dem Aufkleber links neben dem SIM-Kartenslot aufgebracht ist.

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MikroTik RouterOS mit Brovi E3372-325 LTE-Stick – geht das?

Kurze Antwort: Nein, derzeit leider nicht.

Längere Antwort: Der besagte LTE-Stick basiert auf einem HUAWEI E3372-325, aber mit anderer FIrmware und leicht angepasstem Featureset. Die MikroTik-Kompatibilitätsliste führt ihn nicht explizit auf, wohl aber die HUAWEI-branded Alternativen 3372h und ähnliche. Der Kontakt zur MikroTik-Community und dem MikroTik-Support offembarte:

  • Der Dongle meldet sich für exakt ca. 2 Sekunden als RNDIS-Netzwerkgerät
  • Danach trennt er die Verbindung selbstständig
  • Anschließend erscheint er erneut – diesmal jedoch nur noch als USB-Mass-Storage-Device

Erst mit usb_modeswitch lässt sich der Stick wieder in einen nutzbaren Modem-Modus zwingen. Dieses Verhalten ist dokumentiert und spezifisch für genau diese Brovi-Variante des E3372-325. Unter Linux kein Problem dank usb_modeswitch, unter RouterOS 7.20.6 und 7.21rc4 jedoch nicht möglich.

Es empfiehlt sich also, wenn man keine Lust auf langes ausprobieren ohne Erfolgsgarantie hat, vorher die Kompatibilitätsliste von MikroTik für LTE-Peripherie zu prüfen und entsprechend ein Gerät von dieser Liste zu bestellen.

Quellen 1, 2, 3

MikroTik WiFi „Station“ Mode und „Disconnect Reason Code 2“ mit „Vodafone Station“

Kürzlich erhielt ich als Ersatz für meinen über 12 Jahre alten MikroTik hAP Lite einen neuen MikroTik hAP ax S – ein tolles Gerät. Viel Leistung, ein PoE-Port, ein SFP-Port, für ein Gerät in dieser Preisklasse einfach unschlagbar.

Ausgeliefert wurde der hAP ax S mit RouterOS 7.19.5, welches ich zuerst mal dabei beließ, da ich mich im Urlaub befand und nicht unmittelbar einen Internet-Uplink für das Gerät parat hatte um eine fast automatische Firmware-Aktualisierung durchzuführen.

Geplant war ein normales Bridge-Setup:

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WireGuard auf MikroTik hAP Lite einrichten

Am Wochenende widmete ich mich einem neuen Vorhaben: Für ein entferntes Netz einen Router einrichten, welcher folgende Funktionen kombiniert:

  • AP (Access Point)
  • VPN-Gateway (am besten WireGuard-basiert)
  • Switch (1 Uplink, 2 Downlinks, 1 Management-Port)

Um das VPN-Gateway in meine bestehende WireGuard-Infrastruktur einzubinden, waren ein paar Kniffe nötig. Das liegt in erster Linie daran, dass das durchaus umfassende MikroTik-Interface von RouterOS 7 für Verwirrung sorgen kann wenn es um Public-Keys, Private-Keys und WireGuard-Interfaces vs. WireGuard-Peers geht.

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