Kategorie: Linux

  • Fehlersuche und Recovery nach RAM-Defekt

    Schon länger stand ich mit meinem persönlichen Bastel-NAS auf Kriegsfuß. Das Gerät stieg seit ca. 2 Jahren immer wieder unvermittelt aus. Einzelne Festplatten schalteten einfach ab.

    Netzteil

    Zuerst führte ich das auf Spannungsschwankungen durch ein defektes Netzteil zurück. Das unterdimensionierte 380 Watt Antec-Netzteil wich daher einem 750 Watt No-Name Ersatz, der zwar auch nicht die beste Lösung war, aber in meinem Lager lag und damit keine Zusatzkosten erzeugte.

    Komische Anomalien und Hinweise

    Eine Weile gab das System Ruhe. Bei parallelen Durchläufen von checkarray für das Software-RAID und gleichzeitigen Kopiervorgängen über rsync+ssh oder auch Samba wurden dann allerdings wieder Fehler ersichtlich. Erneut gab es Timeouts, teilweise gab es Kernel-Fehler, welche auf eine subtile Weise wieder auf I/O-Probleme hindeuteten.

    Unabhängig davon traten immer wieder Fehler auf, welche auf RAM-Probleme hindeuteten, welche ich aber wiederholt fehlinterpretierte: Mehrfach ließen sich nach einem Reboot die LUKS-Partitionen nicht entschlüsseln obwohl der Schlüssel definitiv stimmte. Fehlermeldung lautete „No key available with this passphrase.“ – nach mehreren Versuchen und einiger Zeit funktionierte es dann plötzlich wieder.

    (mehr …)
  • Mit „fdisk“ Partitionen vor Sektor 2048 anlegen

    Möchte man das Partitionierungsschema von alten MBR-Partitionstabellen mit aktuellem fdisk editieren, kann es sein, dass im Schema als Partitionsbeginn der ersten Partition (meist ext2 auf /boot unter Linux) der Sektor 63 angegeben ist. Löscht man die Partition und erstellt diese mit einem neuen Endsektor neu, so würde sie mit Startsektor 2048 beginnen. Versucht man einen Startsektor vor 2048 einzugeben, wird dies mit

    Value out of range.
    

    quittiert.

    Mit älteren fdisk-Versionen ist die Eingabe kein Problem. Aber auch mit den neueren fdisk-Versionen kann man sich behelfen:

    fdisk -c=dos -u=cylinders /dev/sdX
    

    Hierbei wird die Einheit von Sektoren auf Zylinder umgestellt, wobei ein Zylinder klassisch 63 Sektoren hat. Bei Änderung der Partition kann damit also der Startsektor 63 als Zylinder „1“ angegeben werden.

  • Funktioniert der „ASUS USB-BT540“ Bluetooth-Stick mit Linux?

    Nachdem ich ein Modell eines anderen Herstellers, mit vergleichbarem Chipsatz testete, bestellte ich zusätzlich noch diesen USB Bluetooth-Stick in kleinem Formfaktor.

    Während der TP-Link UB500 Plus den Realtek-Chipsatz „RTL8761BU“ nutzt, welcher intern über USB angebunden wird, nutzt der ASUS USB-BT540 intern eine UART-Schnittstelle und den sehr ähnlichen Chipsatz „RTL8761B“. Auf Linux-Ebene sind hier also auch zwei unterschiedliche Treiber im Einsatz, was der Funktion aber keine Probleme bereitet. Er funktioniert unter Ubuntu 25.10 mit aktuellstem Kernel einwandfrei.

  • Funktioniert der „TP-Link UB500 Plus“ Long-Range Bluetooth-Stick mit Linux?

    Leider kennzeichnen Händler ihre Produkte oft nicht zureichend oder behaupten zur Sicherheit, dass keine derartige Kompatibilität gegeben wär. Damit nicht auf die Gefahr bestellt werden muss, dass es nachher eine Retoure wird, kurz: Ja, funktioniert. Ausführlicher:

    In meinem Test funktioniert der TP-Link UB500 Plus unter Ubuntu 25.10 einwandfrei und ohne weiteren Aufwand. Eingesteckt, los gehts. Möglich ist das, weil der TP-Link UB500 Plus auf dem Realtek RTL8761BU Chipsatz basiert, welcher in den neuren Linux-Kernels enthalten und funktionstüchtig ist.

    Der verwendete Chip ist dabei identisch mit dem UB500 ohne „Plus“, lediglich die Reichweite ist erhöht. In meinem konkreten Fall war ich recht schockiert, über 3 Etagen meinen Samsung-TV zu finden.

    Entsprechend empfehle ich den UB500 Plus derzeit uneingeschränkt, wenn er mit einem Linux-System benutzt werden soll.

  • Funktioniert der Brother DCP-195C unter Linux in 2026?

    Ende 2009/Anfang 2010 kam der Brother DCP-195C und seine Produktfamilie auf den Markt. Damals schon mit Treibern für Drucker und Scanner auch für Linux. Aber funktioniert das auch im Jahre 2026 noch und bekommt man die Treiber noch?

    (mehr …)
  • Canon SELPHY CP510 unter Linux nutzen, geht das?

    Der Canon SELPHY CP510 ist ein schon sehr alter, portabler Thermosublimationsdrucker aus dem Jahre 2005. Das mir vorliegende, voll funktionsfähige Modell habe ich auf eBay erworben. Die OVP ist etwas lediert, die Staubabdeckung sowie ein originales USB-Kabel fehlen. Dennoch ist das Gerät ansich in einem tollen Zustand und kam sogar mit einer alten Farbkasette und ein paar Bögen Fotopapier.

    Es begeistert mich, wie ein solch rigides und tolles Gerät mit 21 Jahren immernoch einwandfrei funktioniert. Dieser Zeit entstammen zahlreiche exzellente Geräte, welche bis heute funktionieren und im Bezug auf die Softwareunterstützung immernoch schritthalten können (das ist für einen anderen Beitrag, aber der CP510 läuft auch unter Windows 11 mit den Windows 7-Treibern im Kompatibilitätsmodus einwandfrei …).

    (mehr …)