Am Beispiel Ubuntu muss die /boot-Partition mindestens 2, am besten 3 Kernel und die Initramdisk beherbergen können. Da in neueren Ubuntu-Versionen sowohl der Kernel als auch der Initramdisk aufgrund von Kernelmodulen und anderen Daten immer weiter ansteigen, können die Standardwerte von damals, meist um die 240 MB, in vielen Fällen nicht mehr ausreichen.
Beispiel: Ein System wurde 2013 als Ubuntu 12.04 installiert und durchweg bis zur aktuellsten LTS-Version 24.04 gehoben. Das ist nicht unmöglich und auch keine Seltenheit – im Gegenteil, bei entsprechender Vorbereitung ist das auf vielen Systemen mit persistenten Daten ein schneller, pragmatischer Weg, um diese Systeme zügig aktuell und audit-konform zu bekommen. Dann wurde im normalen Update-Prozess das damalige Standard-Partitionierungsschema nicht automatisch aktualisiert. Das heißt: /boot ist nach wie vor eine zu kleine ext2-Partition mit „bootable“-Flag in der Partitionierungstabelle.
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